Schachclub Bad Neuenahr-Ahrweiler I verliert Abstiegsduell
2. Mannschaft gewinnt neuntes Spiel in Folge
Licht und Schatten beim SC Bad Neuenahr-Ahrweiler. Während die Erste im
Heimspiel der
Rheinlandliga gegen SG Reil-Kinheim mit 2,5:5,5 den Kürzeren zog
und auf einem Abstiegsplatz
liegt, besiegte die Zweite in der B-Klasse SV
Mendig-Mayen IV glatt mit 4:0. Damit stehen sie
nach wie vor unangefochten an
der Tabellenspitze und der Aufstieg rückt immer näher. So hatte
die Truppe am
vergangenen Sonntag leichtes Spiel. Mannschaftsführer Franz Lörken holte schnell
den ersten Punkt für die Gastgeber. Mit einem starken Angriff eroberte er 2
Figuren gegen 2 Bauern
und stand als Sieger fest. Wenig später erhöhte Werner
Watrin auf 2:0. Auch er schob seinen
Gegner vom ersten Zug an „zusammen“ und
setzte ihn bald matt. Adrian Resch zog am Brett 4
ein gutes Spiel in der
Diagonale auf, welches letztendlich zum Sieg führte. Etwas schwerer hatte
es
Reinhard Klotz am Brett eins. Das Spiel war lange Zeit ausgeglichen und führte
in ein Endspiel
mit Turm und Bauern. Mit all seiner Routine nutzte er einen
kleinen Vorteil auf der offenen C-Linie
aus und gewann verdient zum Endstand von
4:0. Am nächsten Spieltag reisen die Denksportler zur
SF Ochtendung II wo es
nicht ganz so leicht fallen wird, die Punkte einzufahren. Ungleich schwerer
war
die Heimaufgabe für die erste Mannschaft. Gegen die in Bestbesetzung angereisten
Gäste hatten
sie von Beginn an einen schweren Stand. Denn schon nach kurzer
Spielzeit lagen sie mit 0:2 im
Rückstand. Franz Rappl kam zwar gut aus der
Eröffnung und hätte einen Bauern erobern können.
Leider tat er dies einen Zug zu
spät und sein Gegner hatte dann eine starke Erwiderung parat, die nicht
mehr
ausgeglichen werden konnte. Ähnlich erging es Dr. Günther Gäb am Brett acht. Er
stand eigentlich
recht gut und hatte mindestens zwei Tempi gewonnen. Dann aber
versäumte er es seine Stellung zu
konsolidieren, brachte seinen Turm auf ein
ungünstiges Feld und sein Gegner hatte plötzlich
Angriffschancen, die dieser
konsequent zum Sieg ausnutzte. Den ersten Teilerfolg für Bad Neuenahr
verbuchte
Thorsten Kammer am Brett drei. Er hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert
um Initiative
zu erlangen. Sein Gegner konnte aber im Mittelspiel den
materiellen Gleichstand wieder herstellen und das
anschließende komplizierte
Endspiel in den Remishafen bringen. Auch Dr. Gerd Hoffmann remisierte. Seine
Partie wogte ständig hin und her. Mal war der Eine, dann wieder der Andere
leicht in Vorteil. Schließlich
gewann er einen Läufer gegen zwei Bauern. Aber,
um seine Mehrfigur zu behalten, war seine Bewegungs-
freiheit dermaßen
eingeschränkt, dass er in das Unentschieden einwilligen musste. Dr. Wolfgang
Steger
brachte mit seinem Erfolg am Brett fünf die Kreisstädter wieder heran.
Nach einer verhaltenen Eröffnung
konnte er mit Schwarz die Stellung besser
öffnen und einen unwiderstehlichen Angriff starten, zumal die
weißen Figuren
ziemlich unkoordiniert standen. Wenig später war der alte Abstand wieder
hergestellt.
Günther Hoffmanns Gegenüber versuchte mit einem Qualitätsopfer zum
entscheidenden Schlag zu kommen.
Doch er konnte diesen abwehren und die Partie
steuerte auf ein Remis zu. Angesichts des Gesamtspielstandes
aber versuchte
Hoffmann das Match für sich zu entscheiden. Leider wurde das Risiko nicht
belohnt und er musste
aufgeben. Erneut eine starke Vorstellung bot Wolfgang
Lubner am Brett sechs. Gegen einen von der Punktezahl
her wesentlich stärker
einzuschätzenden Gegner kämpfte er sich in ein Endspiel, bei dem er sogar leicht
im Vorteil
war, was aber nicht genügte, um es zu gewinnen. Somit ein
hochverdientes Remis. Die längste Partie des Tages
absolvierte die Nummer eins
des SC Gottfried Schumacher. Beide Kontrahenten hatten im Mittelspiel mit
Zeitproblemen zu kämpfen, sodass etliche Züge im Blitztempo gespielt werden
mussten. Und hier konnte
Schumachers Gegner die schon bestehenden Vorteile noch
weiter ausbauen und in einen Sieg ummünzen.
Endstand 2,5:5,5. „Es ist immer
schmerzlich. Wenn man gegen einen Mitkonkurrenten verliert. Aber die waren
auch
sehr gut besetzt. Das muss man neidlos anerkennen“, so Mannschaftsführer Franz
Rappl. Das vorletzte
Spiel findet am 26.2 in Wittlich statt. Dort müsste
unbedingt ein Sieg her, wenn man das drohende
Abstiegsgespenst noch vertreiben
möchte.